Typische Recruiting-Fehler
Die meisten Rekrutierungsprobleme entstehen nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus falschen Annahmen.
1. Kriterien statt Kontext
Wenn ein Screener nur Merkmale abfragt, bleibt der Kontext unsichtbar. Zwei Personen mit identischen Kriterien können Welten trennen: wie sie ein Produkt tatsächlich nutzen, wie sie über es sprechen, wie ehrlich sie über eigene Widersprüche berichten.
2. Motivation nicht geprüft
Wer nur nach dem Incentive teilnimmt, liefert selten belastbare Beiträge. Ein kurzes Telefonat genügt oft, um zu erkennen, ob echtes Interesse an der Sache besteht.
3. Ausdrucksfähigkeit nicht bewertet
Eine Person kann perfekt zur Zielgruppe passen und trotzdem für ein einstündiges Interview nicht geeignet sein — schlicht, weil sie ihre Erfahrung nicht in Worte fassen kann. Das ist keine Schwäche, aber es ist relevant.
4. Widersprüche nicht nachgefragt
Ein guter Screener produziert Widersprüche. Ein guter Recruiter fragt nach. Wer Widersprüche ignoriert, riskiert Personen, deren Angaben im Interview nicht standhalten.
5. No-shows als Zufall behandelt
No-shows haben Muster. Wer sie nach dem Projekt vergisst statt zu analysieren, wiederholt sie beim nächsten Mal.
Möchten Sie Ihr Projekt kurz vorstellen? Wir geben eine ehrliche Ersteinschätzung.